Herr Stöcker, als langjähriger und erfahrener Mitarbeiter bei Becker Stahl, einem der größten Stahl-Service-Center Europas, verantworten Sie die Digitalisierung. Was hat sich diesbezüglich in den letzten fünf Jahren verändert und was waren Ihre größten Erkenntnisse?


Becker Stahl hat es geschafft, die Notwendigkeit einer digitalen Transformation in den Köpfen der Mitarbeiter zu verankern. Es war anfangs eine enorme Herausforderung, in dieser doch sehr traditionellen Industrie digitale Plattformen und Denkweisen zu etablieren. Glücklicherweise haben wir viele aufgeschlossene Mitarbeiter, sodass relativ schnell eine Dynamik und Veränderungsbereitschaft entstanden ist. Dieser positive Effekt hat dann auch viele andere Mitarbeiter mitgezogen. Wir haben im Laufe der letzten Monate mehr als deutlich verstanden, dass Digitalisierung kein Hindernis, sondern eher ein Beschleuniger für unsere Prozesse und Arbeitsweisen ist – vor allem mit Blick auf unsere Kunden. Mit diesem gemeinsamen Verständnis fühlen wir uns bestens für die Zukunft aufgestellt, auch wenn noch einige Herausforderungen vor uns liegen.

Björn Stöcker

Digitalisierungsverantwortlicher der Becker Stahl-Service GmbH
Weetfelder Str. 57
59199 Bönen

Seit einigen Monaten gehen Sie aktiv den Change-Prozess bei Becker Stahl mit Unterstützung von AYB an. Was sind die Gründe dafür und was hat sich seitdem verändert?


Wir haben erkannt, dass wir uns der Veränderung des Marktes und der rasanten Veränderung der Arbeitswelt nur durch einen Change-Prozess, bei dem intensiv Mitarbeiter und Kultur einbezogen werden, stellen können. Wir haben bewusst den Weg mit einem externen Partner gewählt, um schnell Dynamik zu gewinnen. Im Change-Prozess hat Becker gelernt, dass Kommunikation bzw. das vertrauensvolle Miteinander der Schlüssel zum zukünftigen Erfolg sind. Durch gezielte Veränderungen in der Organisation und Arbeitsweise und durch die offene, wertschätzende Kommunikation haben wir nach kürzester Zeit schon ein besseres und offeneres Miteinander geschaffen. Wir bei Becker Stahl sind fest davon überzeugt, dass dieser Weg bei allen zukünftigen technologischen, organisatorischen und kulturellen Herausforderungen der richtige ist.

Gemeinsam mit den Kulturarchitekten von AYB haben wir spannende, aufschlussreiche und motivierende Workshops durchlebt und es geschafft, auf den unterschiedlichen Hierarchie-Ebenen gemeinsame Ziele zu definieren.

Sie haben erkannt, dass nicht die Technologie, sondern die Mitnahme der Mitarbeiter die Herausforderung im Change-Prozess ist. Welche konkreten Ansätze haben Sie in der Organisation schon umgesetzt?


Gemeinsam mit den Kulturarchitekten von AYB haben wir spannende, aufschlussreiche und motivierende Workshops durchlebt und es geschafft, auf den unterschiedlichen Hierarchie-Ebenen gemeinsame Ziele zu definieren. Die einzelnen Bereiche haben dadurch mehr Verantwortung übernommen, bringen Ideen und Innovationsvorhaben ein und werden durch unser Management ermutigt und bestätigt.

Herr Stöcker, wenn Sie sich was für die Zukunft des Traditionsunternehmens Becker Stahl wünschen könnten, was wäre das? Und was müsste passieren, damit es erreicht werden kann?


Ich wünsche mir für die Zukunft ein modernes und innovatives Becker, ohne unseren besonderen Spirit als einzigartiges Unternehmen zu verlieren. Wir haben uns immer als eine Familie verstanden. Gerade jetzt müssen wir, mehr denn je, lernen zuzuhören, zu verstehen und Mitarbeiter mitzunehmen.

Becker Stahl-Service GmbH


Seit Gründung des Unternehmens im Jahre 1953 verbinden die Kunden mit Becker Stahl-Service die Merkmale Qualität, Leistungsfähigkeit, Schnelligkeit und Flexibilität; der Name Becker ist in der Branche nahezu ein Synonym für Können und außerordentliche Liefermöglichkeiten bei höchster Güte geworden. Es ist verständlich, dass Becker Stahl stolz darauf sein kann.

Bei den Produkten reicht die Palette von Breitband, Spaltband, rechtwinkligen Tafeln, Zuschnitten bis zu Trapezplatinen. Alles unterliegt einer strengen und permanenten Qualitätsprüfung. Das fordern die Becker Stahl Kunden, und das können sie auch zu Recht erwarten. Gemeinsam mit seinen Kunden will Becker Stahl aktiv und partnerschaftlich wirtschaftliche Lösungen erarbeiten, die das Attribut zukunftsweisend verdienen. Dafür steht Becker Stahl symbolisch mit seinem guten Namen und mit der ganzen Kompetenz eines eingespielten Teams.

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Wir wünschen uns mehr Wagemut zu disruptiven Geschäftsmodellen. Nur in Kombination mit einer Innovationskultur, Kooperationsbereitschaft und Scheiterkultur wird die Digitalisierung gelingen.

Katrin Schwarz

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